Ein Jahr CAAT: Seit Oktober 2025 hat sich vieles getan
veröffentlicht am
Unser letztes Änderungsprotokoll stammt vom Oktober 2025. Seitdem ist CAAT ein gutes Stück gewachsen. In diesem Artikel finden Sie die wichtigsten Neuerungen.
Mehr als 230 Tickets in 36 Deployments und eine große PDF-Studie – zugegeben, da fehlte uns ein wenig die Zeit, über neue Features und Verbesserungen zu berichten. Das holen wir jetzt nach.
Hier sind die wichtigsten Neuerungen der vergangenen 12 Monate, gruppiert nach den großen Arbeitsbereichen bei CAAT: Automatische Scans, PDF-Dokumente und die Manuelle Prüfung. Wer es ganz genau wissen will, findet die vollständige Liste aller Änderungen im Änderungsprotokoll 30. September 2026.
Automatische Scans – Monitoring, das von allein läuft
Barrierefreiheit ist kein Zustand, den man einmal herstellt. Websites ändern sich jede Woche, und mit jeder Änderung können neue Barrieren entstehen. Deshalb war einer unserer Schwerpunkte, CAAT vom Prüfwerkzeug zum Monitoring-Werkzeug auszubauen.
Wiederkehrende Scans
Sie legen einmal fest, wie oft eine Website geprüft werden soll, und CAAT erledigt den Rest. Zeitpläne können in verschiedenen Intervallen festgelegt werden (u.a. monatlich oder jährlich) und lassen sich jederzeit pausieren.
Trend-Anzeige
Sobald es mehrere Scans gibt, sehen Sie auf einen Blick, ob sich die Lage verbessert oder verschlechtert hat. Damit lässt sich Fortschritt übersichtlich auch gegenüber Leitung und Fachabteilungen belegen.
Guter Überblick mit allen Details
Der Gesamtüberblick liefert auf einen Blick den Status der geprüften Seiten und Dokumente. Die Ergebnisse der automatischen Scans werden Schritt für Schritt nach Website und PDF-Dokumenten aufgesplittet. Zu jeder geprüften Seite bzw. PDF wiederum können Sie im Detail die Probleme und Fehler sichten.
Freies Crawling
Nicht jede Website hat eine saubere Sitemap. CAAT kann Websites ohne Sitemap selbstständig erkunden. Sie steuern über Muster (auch mit regulären Ausdrücken), welche Bereiche geprüft werden und welche nicht.
Weitere detaillierte Einstellungen je Scan
- Geschützte Bereiche prüfen: Neben Benutzername + Passwort sind weitere Optionen der Anmeldung möglich (Cookie, HTTP-Header oder Browser localStorage)
- WCAG-Version wählbar: Sie entscheiden je Scan, nach welcher WCAG-Version und welchem Konformitätslevel geprüft wird.
- Limits setzen: Behalten sie die Kontrolle über die Analysen. Sowohl bei Webseiten als auch den verlinkten PDF-Dokumenten können Sie Limits setzen, bei denen der Scan stoppt bzw. an anderer Stelle fortfährt.
PDF-Inventur für große Dokumentenbestände
Viele öffentliche Stellen haben Tausende PDFs online, und kaum jemand weiß, wie es um die Barrierefreiheit dieser PDF-Dokumente steht. Hier hat sich in CAAT am meisten getan.
Dokumenten-Metriken auf allen Ebenen
Die Auswertung der PDF-Prüfung gibt es jetzt nicht nur pro Audit, sondern auch zusammengefasst für ganze Projekte. Kennzahlen zeigen auf einen Blick, wie viele Dokumente geprüft wurden, wie viele PAC-konform sind und welche Fehler am häufigsten vorkommen.
Woher kommen die Probleme
CAAT wertet aus, mit welchen Programmen die PDFs erstellt wurden. So sehen Sie zum Beispiel, ob die Dokumente aus einem bestimmten Fachverfahren oder einer Office-Version systematisch durchfallen. Das ist oft der wirksamste Hebel: Statt einzelne Dateien zu reparieren, behebt man das Problem an der Quelle.
Filtern, sortieren, exportieren
Die PDF-Liste lässt sich nach Erstellungsprogramm, Änderungsdatum und fehlgeschlagenen Prüfungen filtern. Sie sehen, auf welchen Seiten ein Dokument verlinkt ist, und können fehlerhafte Dokumente gesammelt exportieren, etwa als Arbeitsliste für die Redaktionen.
Manuelle Prüfung und Berichte
Automatische Tests finden nur einen Teil der Barrieren. Für die manuelle Prüfung haben wir vor allem an Methodik und an den Berichten gearbeitet.
"Issues" heißen jetzt "Funde"
Beim Testen auf Barrierefreiheit gibt es sowohl Fehler als auch Empfehlungen. Seit dem ersten Tag der Entwicklung von CAAT haben wir nach einem passenden und gleichzeitig kompakten Oberbegriff gesucht. Aus der Welt der Software-Entwicklung haben wir das "Issue" übernommen. Für viele unserer Kunden jedoch war dieses Wort nie wirklich eingängig.
In der englischsprachigen Welt der Barrierefreitheits-Audits gibt es den Begriff der "Findings". Diesen verwenden wir ab sofort auch in CAAT, mit der Entsprechnung "Fund" im Deutschen.
Funde besser einordnen
Funde lassen sich jetzt nach betroffenen Nutzergruppen und zuständigen Rollen gruppieren. So sieht die Redaktion sofort, was sie selbst beheben kann und was an die Entwicklung geht. Individuelle Gruppierungen können über eigene Schlagwort-Gruppen in den Prüfkatalogen erstellt und bei den Funden zugeordnet werden.
Ausstellungsdatum und Statusverlauf in Audit-Reports
Im Bericht wird nun unterschieden zwischen dem Prüfzeitraum und dem Ausstellungsdatum des Reports.
Des Weiteren kann für ein manuelles Audit ein Statusverlauf aktiviert werden. Erfassen Sie Kommentare, wenn Sie das Audit als abgeschlossen markieren und geben Sie diesen Statusverlauf im Bericht aus. Das ist relevant, wenn Sie ein Änderungsprotokoll für das Audit bereitstellen müssen.
Zufallsstichproben nach WCAG-EM
Stichproben können jetzt als "zufällig ausgewählt" markiert werden. Das fließt in den WCAG-EM-Export und in den Prüfbericht ein.
Neue Berichtserzeugung
Der PDF-Export der Prüfberichte wird mit einer neuen Technik erzeugt: stabilere Basis, sauberer gesetzt und mit weniger Kopfschmerzen beim Tagging des erzeugten PDF-Exports.
[Screenshot: Funde nach Nutzergruppen]
Sonstiges
Neben den großen Themenbereichen automatisierte Scans und manuelle Tests gab es weitere Verbesserungen und Bugfixes, wie z.B.
- verbessertes Handling von Einladungen zu Organisationen,
- Korrekturen bei der Katalog-Bearbeitung,
- schnellere Ladezeiten bei großen Scans
- und vieles mehr.